Die Energieberatung
Nach heutigem Kenntnisstand wird der prognostizierte Anstieg der CO2-Konzentration in den nächsten Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit globale Klimaveränderungen mit katastrophalen Folgen nach sich ziehen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, muss der gegenwärtige CO2-Ausstoss massiv verringert werden.
Mit ca. 45% sind die CO2-Emissionen durch die Gebäudebeheizung der grösste Einzelfaktor des Endenergieverbrauchs in Deutschland. Gleichzeitig besteht hier ein hohes Potential, insbesondere durch Wärmeschutzmassnahmen Energie einzusparen.
Bundesweit verfügen 24 Mio. Altbauwohnungen, davon 18 Mio. in den alten und 6 Mio. in den neuen Bundesländern, über ein energetisch äusserst schlechtes Niveau. Das sind 75% des gesamten Bestandes. Zu den ”Energieverschwendern” zählen vor allem Gebäude, die vor Inkrafttreten der zweiten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1982 errichtet und nicht oder unzureichend energetisch saniert wurden. Ihr jährlicher Heizenergieverbrauch liegt durchschnittlich zwischen 150 bis 200 kWh pro m2 Wohnfläche.
Die Bundesregierung hat, um die energetische Verbesserung von Gebäuden im Bestand anzukurbeln, ein Programm zur Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden die ”Vor-Ort-Beratung” aufgelegt. Hierbei wird die Unterstützung der Hauseigentümer bei der Erkennung von energetischen Schwachpunkten ihrer Gebäude gefördert.
Dem Hauseigentümer soll Hilfestellung bei der heizenergiereduzierenden Sanierung gegeben werden. Die Beratung wird von einem besonders qualifizierten Fachmann vorgenommen, der berechtigt ist, die entsprechenden Förderanträge beim ”Bundesamt für Wirtschaft und Technologie” zu stellen.